Traditionsgemeinschaft

Wappen der Traditionsgemeinschaft

Jagdbombergeschwader 34 “Allgäu”
mit Fliegender Gruppe, Technischer Gruppe und Fliegerhorst Gruppe


Ziel und Zweck der Traditionsgemeinschaft

Der Bundesverteidigungsminister hatte entschieden , das Jagdbombergeschwader 34 "Allgäu" zum 30.06.2003 außer Dienst zu stellen und den Fliegerhorst Memmingerberg im Jahr 2004 aufzulösen. Damit waren über 65 Jahre Luftwaffengeschichte am Stand- ort und über 40 Jahre Geschwadergeschichte zu Ende. Der Fliegerhorst mit seinen Einheiten und Dienststellen gehörte wie selbstverständlich zu Memmingen und dem Landkreis Unterallgäu. Memmingerberg und die Gemeinden der Umgebung wurden für Tausende von Menschen zur zweiten Heimat. Hier sind tiefe Beziehungen entstanden.

Mit Auflösung von Geschwader, Standortverwaltung und Fliegerhorst wurden Memmingen und das Unterallgäu "entmilitarisiert". In Stadt und Land gibt es eine große Anzahl von ehemaligen Soldaten und Zivilbediensteten, sowie Witwen und Hinterbliebene. Eine Reihe von aktiven Soldaten und Zivilbedienstete wohnen weiterhin am ehemaligen Standort mit ihren Angehörigen, auch wenn Sie selbst an anderen Standorten Dienst tun.

Es gibt deshalb einen großen Beratungs- und Betreuungsbedarf. Die Traditionsgemein- schaft , die Führungserfahrungen über die Geschwaderebene hinaus unter ihren Mitgliedern ebenso besitzt wie Kompetenz in allen Personal-, Sozial- und Fürsorgebereichen, deckt diesen Bedarf. Die Traditionsgemeinschaft stellt sich Diskussionen, Fragen und Auseinander- setzungen um den Soldatenberuf grundsätzlich, Sicherheitsbelangen und anderen Bereichen der Verteidigung. Hier können Verständnis- und Identitätsprobleme von aktiven Soldaten und Reservisten angesprochen werden.

Die Traditionsgemeinschaft wurde gegründet, um Erinnerungen wachzuhalten und gewachsene Traditionen zu pflegen. Das gilt für alle ehemaligen Dienststellen, Institutionen und Einheiten des Fliegerhorstes. Die Kameradschaft unter den vielen Ehemaligen lebt weiter und wird durch Kameradschafts- und Informationsveranstaltungen gefördert.

Auch die Pflege der Beziehung zur aktiven Bundeswehr und anderen Gesellschaftsgruppen des öffentlichen Lebens ist ein Anliegen.

Großes Ziel ist die Einrichtung eines Traditionsgemeinschaftshauses (in Fortsetzung des

Offizier- Unteroffizier- und auch Mannschaftsheimes). Verbunden damit sind Traditions- räume, die in einem Museum auch die Geschichte darstellen.

Zur Verwirklichung Ihrer Ziele braucht die Traditionsgemeinschaft viele Mitglieder, Rückendeckung durch die lokalen und regionalen Vertreter der Politik und die Unterstützung von Sponsoren.

Wir haben die Mitgliederzahl von 550 überschritten und wünschen uns weiterhin mehr.

Die Traditionsgemeinschaft mit geschäftsführendem und erweiterten Vorstand ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig vom Finanzamt Memmingen anerkannt.

 


Traditionspflege


Ein Hauptanliegen der Traditionsgemeinschaft ist die Traditionspflege.
Sie umfasst folgende Teilbereiche:

•    Einheiten, die bis 1945 auf dem Fliegerhorst stationiert waren
•    die Patengeschwader JG 54 „Grünherz“ und KG 51 „Edelweiß“
•    das Jagdbombergeschwader 34 "Allgäu" mit seinen Gruppen und Staffeln
•    die Standortverwaltung Memmingen
•    die ehemalige OHG und UHG
•    die 726st MUNSS USAF
•    die Patenschaft mit dem Landkreis Rottal-Inn
•    und andere Organisationen

Die Traditionsgemeinschaft führt bestimmte Veranstaltungen durch, die bereits zur aktiven Zeit des Geschwaders Gepflogenheit waren. Die Verbindung unter den „Alt-Memmingern" soll aufrecht erhalten und die Kameradschaft weiter gepflegt werden. Es gilt auch, Verbindung zur aktiven Truppe und zur Öffentlichkeit zu halten.
Die Traditionsgemeinschaft hat die ehemalige amerikanische Grundschule nördlich des Allgäu Airport angemietet und diese als vorläufiges Traditionsheim mit diversen Räumlichkeiten eingerichtet. Unterhalt und Bewirtschaftung werden ehrenamtlich durch engagierte Mitglieder sichergestellt. Ein Traditionsheim wird als das  wichtigste Mittel angesehen, um die in der Satzung festgelegten Ziele und Zwecke zu erreichen und die Vorstellung von Traditionspflege und Interessenvertretung zu realisieren.

Die Geschäfts- und Ansprechstelle der Traditionsgemeinschaft ist im Traditionsheim untergebracht. Die übrigen Räumlichkeiten bieten die Möglichkeit, Zusammenkünfte abzuhalten oder auch gesellschaftliche Veranstaltungen im kleineren Rahmen durchzuführen. Im Untergeschoß befinden sich das fliegergeschichtliche Museum und ein Depot für eingelagerte Exponate.
Das fliegergeschichtliche Museum wurde von einer eigens dafür eingerichteten Arbeitsgruppe gestaltet und wird laufend erweitert. Die Traditionsgemeinschaft hat zahlreiche Gegenstände und Unterlagen aus dem Traditionsfundus des JaboG 34 „Allgäu“ übernommen und auch noch weitere “traditionswürdige” Gegenstände und Unterlagen gesammelt. Des Weiteren hat das Militärhistorische Museum in Gatow der Traditionsgemeinschaft etliche Leihgaben überlassen.

Im Shelterbereich südlich des Allgäu Airport befindet sich die technische Abteilung des fliegergeschichtlichen Museums. Dort werden u. a. die 3 Luftfahrzeugmuster ausgestellt, die während der aktiven Zeit des Geschwaders eingesetzt waren. Zusätzlich sind noch weitere fliegerspezifische Exponate zu besichtigen.
Die Traditionsgemeinschaft bittet weiterhin darum, "traditionswürdige" Gegenstände und Unterlagen der Gemeinschaft zu überlassen. Auch Leihgaben werden gerne entgegengenommen. Die Traditionsgemeinschaft verpflichtet sich, die Leihgaben pfleglich zu behandeln.

Eine nachhaltige Traditionspflege erfordert Unterstützung sowohl durch Sponsoren als auch durch Personen, die sich der Traditionspflege verpflichtet fühlen.
Für die Zukunft ist ein eigenes Traditionsheim mit Gastronomiebetrieb angedacht, der entweder nach dem Vorbild der OHG/UHG geführt oder als öffentlich zugängliche Gastwirtschaft mit Pächter betrieben werden könnte. Die Traditionsgemeinschaft ist finanziell leider nicht in der Lage, dieses Vorhaben ohne Unterstützung von außen zu verwirklichen. Erschwerend kommt hinzu, dass mittlerweile das gesamte ehemalige Fliegerhorstgelände im Privatbesitz ist.


Interessenvertretung

Die Traditionsgemeinschaft (TradGem) versteht sich ausdrücklich als Ansprechorganisation aller Vereine, Gemeinschaften und Interessenverbände, die während der Geschwader- und Fliegerhorstzeit bestanden. Diese werden betreut und in ihren Zielsetzungen unterstützt (Geschäftsordnung). Dieses gilt für die Bereitstellung von Büroräumen (ggf. im Traditionsgemeinschaftshaus), Übungsmöglichkeiten etc., soweit es die Möglichkeiten der Traditionsgemeinschaft erlauben.

Aus diesem Grund sind Beisitzer für den erweiterten Vorstand ernannt worden. Diese werden ihre Anliegen dem Vorstand vortragen. Gemeinsam werden Anstrengungen unternommen und Lösungen gesucht.

Anregungen

  • UHG und OHG
    Bewahrung/Fortführung gesellschaftlicher Veranstaltungen durch Fusion mit der Traditionsgemeinschaft. Einrichtung und Unterhalt des Traditionsgemeinschaftshauses mit gastronomischem Betrieb.
     
  • Reservistenkameradschaft, Kameradschaft ERH BwVerb, Bundeswehrsozialwerk etc.
    Zusammenarbeit mit dem VBK 63 Marktbergel, Landesvorstand Süd BwVerb., Unterstützung bei Planung von Veranstaltungen und Übungen
     
  • Reservistenmusikzug
    Zusammenarbeit mit dem LwMusikkorps Neubiberg (Couleur-Verhältnis), Unterstützung bei Einsatzplanung und Öffentlichkeitsarbeit.
     
  • Sportfluggruppe
    Unterstützung bei der Verwirklichung der "Konzeptionellen Überlegungen" in der Anschlußnutzung Fliegerhorst, Öffentlichkeitsarbeit
     
  • Fallschirmspringerkameradschaft
    wie Sportfluggruppe
     
  • Sportschützen
    Unterstützung bei der Fortführung ihrer sportlichen Tätigkeit u.a. in Zusammenarbeit mit VBK. Überprüfung einer Schießanlage.
     
  • Tennisgemeinschaft
    Unterstützung bei der Fortführung ihrer sportlichen Aktivitäten, Nutzung der Tennisplätze, auch bei Anschlußnutzung des Fliegerhorstes.

Traditionspflege und Interessenvertretung sind keine gegensätzlichen Ziele der TradGem. Die Ziele ergänzen sich. die Mitglieder der Traditionsgemeinschaft engagieren sich für beide. Zentrum für alle Aktivitäten bleibt das Gemeinschaftshaus mit Traditionsräumen.

Drucken E-Mail